Schwarzer Pfeffer

Wer bei schwarzem Pfeffer erst einmal an eine juckende, kitzelnde Nase und anschließend an Niesen denkt, ist bei ätherischem Pfefferöl vermutlich zunächst komplett geflasht. Mir ging es zumindest so. Denn das was ich roch, als ich dieses kleine braune Fläschchen zum „Proberiechen“ in Händen hielt, hatte mit meinen Erwartungen so rein gar nichts zu tun. Das Aroma des ätherischen schwarzen Pfeffer-Öls ist fast schon lieblich. Und damit sind wir schon mitten drin im Duftthema.

Schwarzer Pfeffer gibt Sinnlichkeit und regt die Sinne an. „Liebe geht durch den Magen“, so heißt es und schwarzer Pfeffer, der ja als Gewürz in der Küche nicht wegzudenken ist, kann die Liebe wieder neu entfachen.

Durch seine anregende und stimulierende Wirkung findet man Pfeffer seit jeher in aphrodisierenden Mischungen. Gerade die Manneskraft erlebt neue Höhenflüge, denn Pfeffer bringt Kraft und Ausdauer mit sich, allerdings nicht nur im sexuellen Zusammenhang. Nicht umsonst sagt man auch: „Der oder die hat Pfeffer im A…“ Hierfür braucht es allerdings noch etwas mehr als nur Ausdauer, und so gibt schwarzer Pfeffer obendrein neue Energie, Selbstvertrauen, er fördert die Konzentration und stärkt uns den Rücken.

Aber auch wenn keine „heiße Liebe“ am Start ist, so wirkt schwarzer Pfeffer erwärmend und durchblutungsfördernd. Gerade Menschen, denen immer kalt ist, die von innen heraus frieren oder auch unter der Kälte ihrer Mitmenschen leiden, profitieren enorm von dieser hierzulande absolut unterschätzen Duftpflanze.

Ein weiterer Spruch, den man aus dem Sprachgebrauch kennt, lautet „Geh doch hin, wo der Pfeffer wächst“. Mit diesem Ausspruch möchte man jemanden vertreiben oder von sich abhalten – wie man es auch z.B. mit Insekten tun möchte und auch kann. Ameisen mögen angeblich den Geruch von schwarzem Pfeffer nicht so gern.

Wenn man diesen Ausspruch „hingehen wo der Pfeffer wächst“ aber mal umdreht und sich den positiven Aspekt dieses Spruchs anschaut, dann wird schnell klar, dass der Pfeffer uns an exotische Orte wie Madagaskar, Indien oder Malaysia führt. Eine Reise in solche Länder bringt viel Neues mit sich, was uns manchmal Mut und auch viel Selbstvertrauen abverlangt. Genau so kann uns der schwarze Pfeffer bei jeglicher Art von Neuanfängen ein wertvoller Begleiter sein und uns die Gewöhnung an neue Dinge oder Situationen wesentlich erleichtern.

Wenn einen der Mut verlässt, man sich ängstigt und / oder einsam fühlt, löst schwarzer Pfeffer all diese Emotionen auf und zentriert uns neu aus.
Pfeffer ist eines der ältesten Gewürze, die es gibt. In früheren Zeiten wurde er teilweise sogar mit Gold aufgewogen, so wertvoll war er. Es wurden sogar Kriege wegen des Pfeffers geführt.

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Bildquelle: Katharina Kornprobst
Text: Katharina Kornprobst

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