Myrrhe

Wie auch der Weihrauch war Myrrhe ein Geschenk der drei Weisen aus dem Morgenland an das Jesuskind und es handelt sich ebenso um ein Öl, das den Menschen von der Geburt bis zum Tod begleitet. In der damaligen Zeit wurde die Nabelschnur so lange getragen, bis sie von selbst abfiel. Myrrhe wurde auf die Nabelschnur aufgetragen, damit sich diese nicht entzündete und verfärbte und bereits nach ein paar Tagen von alleine abfallen konnte, ohne das Kind zu gefährden.

Die Myrrhe war ein Bestandteil des heiligen Salböls.

Auch ranken sich um die Myrrhe mythologische Geschichten, so auch die Geschichte um Aphrodite, die die Königstochter Myrrha verzauberte. Diese verführte daraufhin ihren Vater und wurde schwanger. Sie flehte die Götter um Schutz an, als ihr wütender Vater sie verfolgte. So verwandelten sie die Götter in einen Baum und ihre Tränen traten als Myrrhenharz aus der Rinde.

Der Duft der Myrrhe zentriert, erdet und verwurzelt uns. Ihre sinnliche Anziehung öffnet unser Herz und gibt uns das Vertrauen, damit wir uns fallen lassen können.

Myrrhe beruhigt die Gedanken, und hilft uns, aus verfahrenen Situationen auszusteigen. Wenn wir das Gefühl haben, die Zeit rennt uns davon, so hat die Myrrhe die magische Kraft, unser Zeitgefühl zu verlangsamen, so dass wir wieder zur Ruhe kommen können.

Myrrhe ist auch ein hervorragender Schutz für Menschen, die sich das Leid anderer aufladen, oder für Menschen, die beruflich mit Krankheit und Tod zu tun haben und diese Geschehnisse gedanklich und emotional mit nach Hause nehmen. Opferbereitschaft und Aufopferung sind die großen Themen der Myrrhe. Ihr Credo heißt, sich selbst durch das Leid zu finden. So versinnblicht sie auch das Christusthema. Jesus nahm das Leid der Menschen auf sich, um sie zu befreien. Ihre Aufgabe ist es, Körper Geist und Seele zu einer Einheit zusammen zu führen.

Auf körperlicher Ebene wirkt die Myrrhe verjüngend und „zusammenziehend“. Deshalb badenteten orientalische Frauen nahezu in Myrrhe, um schön zu bleiben und durch die sinnliche Anziehungskraft eine besondere Ausstrahlung zu erhalten.

Bildquelle: Young Living
Text: Katharina Kornprobst

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