Kiefer

Die Kiefer als eines der „Baum-Öle“ bringt Erdung und Aufrichtung. Aber ihre Qualitäten sind überaus vielfältig und dennoch sehr zentriert.

Die Christen haben ihre Feiertage an die Feste der Kelten angelehnt und von dort einige Bräuche übernommen. Wo bei den Christen der Tannenbaum zum „Lichtfest“, also zu Weihnachten, auftaucht, gab es bei den Kelten die Kiefer. Die Kiefer war der Baum der Wintersonnwende, der dem neugeborenen Licht geweiht war.

In früheren Zeiten galt die Kiefer als „Feuerbaum“. Ihr harziges Holz wurde als Kienspan benutzt, da es sehr lange und hell brennt. Auch das energetische Feuer der Kiefer entzündet unsere Lebensfreude, erhellt unser Gemüt und wärmt uns.

Diesen ganz engen Lichtbezug stellt die Kiefer bei ihrer Arbeit mit uns vor alles andere. Dies zeigt sie uns durch ihre eigene Lebensweise. Mag der Boden noch so karg sein, es an Nährstoffen noch so mangeln – solange die Kiefer ausreichend Licht zur Verfügung hat, gedeiht sie. Dies geht allerdings nur mit einem breiten und weiten Wurzelwerk.

Damit will uns die Kiefer Folgendes sagen: Auch wenn unser Leben gerade noch so wenig her gibt, uns auf eine gewisse Art und Weise derzeit nicht nährt und erfüllt, vermeintlich alles und jeder an uns zerrt etc. so wachsen wir immer mehr und werden immer mehr zu leuchtenden Wesen, solange wir ausreichend geerdet und verwurzelt sind.

Sie verhilft uns gerade in diesen anstrengenden Zeiten dabei, Platz für Neues zu schaffen, indem sie alles Alte und unnütz Gewordene (Glaubenssätze, Bindungen aus früheren Inkarnationen oder aus unserem Familiensystem etc.) aus unserem System entfernt. Sie hilft uns, unsere Schatten zu integrieren, so dass unser Licht, unsere wahre Essenz, als einziges zurück bleibt.

Seit Alters her ist die Kiefer ein Symbol für Durchhaltevermögen und Ausdauer. Inneres Wachstum ist manchmal sehr anstrengend aber die Kiefer lässt uns durchhalten. Wir kommen uns oft vor, wie einmal durch die Waschmaschine im Schleudergang… Genau hier möchte uns die Kiefer zur Seite stehen. Ihr frischer Duft lässt uns auf- und durchatmen, so dass wir uns wieder zentrieren und fokussieren. Sie verbindet uns mit der Erde (erdet uns also), so dass wir den Boden unter den Füßen wieder spüren können. Zudem richtet sie uns auf und gibt uns dadurch Stärke, Kraft und Mut. Auch hier kommt wieder ihre Feuerqualität ins Spiel, denn sie wärmt uns wenn wir eigentlich nur noch Kälte um uns herum spüren. Sie entzündet das Feuer in unseren Herzen und stärkt sie sogar.

Da die Kiefer uns Ruhe gibt, bringt sie uns auch in inneren Frieden mit uns. Wir können unsere ureigene innere Weisheit durch die Kiefer wieder wahrnehmen. Sie zeigt uns neue Blickwinkel auf und gibt uns den Mut, neue Wege zu gehen bzw. überhaupt die nächsten Schritte zu tun.

Die Kiefer wurde von unseren Vorfahren als Schutzpflanze eingesetzt, denn sie sollte vor magischen Angriffen und Hexerei schützen, was sich damals in Form von Krankheiten zeigte.

Bild + Text: Katharina Kornprobst

Die Kommentare wurden geschlossen